Das geht aus dem Forschungsbericht «The Pulse of Work in 2025: Trends, Wahrheiten und die praktische Anwendbarkeit von KI» des IT-Unternehmens GoTo hervor. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Workplace Intelligence und basiert auf einer Umfrage unter 2.500 Arbeitnehmern und IT-Führungskräften weltweit.
Der Eindruck, dass KI überbewertet wird, liege laut Mitteilung vermutlich daran, dass Mitarbeitende die verfügbaren Tools nicht optimal nutzen. 90% geben demnach zu, das Potenzial von KI-Tools nicht voll auszuschöpfen. 77% wissen nicht, wie sie KI praktisch in ihren Arbeitsalltag integrieren können. Dabei schätzen die Befragten, dass sie täglich 3.2 Stunden pro Tag – also 16 Stunden pro Woche – mit Aufgaben verbringen, die KI übernehmen könnte. Die Lösung liege auf der Hand: Unternehmen müssen nicht nur den Zugang zu KI ermöglichen, sondern auch dafür sorgen, dass die Mitarbeiter über die richtigen Tools und die richtige Ausbildung verfügen.
Weitere zentrale Erkenntnisse der Studie:
- KI übernimmt zwar Aufgaben, aber nicht wie erwartet: 7% der Mitarbeiter nutzen KI weniger für effizienteres Arbeiten im Tagesgeschäft, sondern für kritische Bereiche: 21% setzen sie für emotional anspruchsvolle Aufgaben ein, 14% für sicherheitsrelevante Tätigkeiten und 6% für ethische oder sensible Aufgaben – obwohl sie wissen, dass sie KI hierfür nicht verwenden sollten.
- Vertrauen in KI-Tools fehlt: 82% der Mitarbeiter haben wenig Vertrauen in die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von KI-Tools. 70% berichten, dass die Ergebnisse häufig nachbearbeitet werden müssen.
- Kleinere Unternehmen hinken hinterher: In Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern nutzen 74% der Beschäftigten KI. Allerdings wissen 40% der Angestellten in kleinen und mittleren Unternehmen nicht, wie KI ihnen Zeit sparen oder die Arbeitsprozesse verbessern könnte. In größeren Unternehmen setzen dagegen fast 84% KI ein.
Lösungsansätze für bessere KI-Nutzung:
- Die richtigen Tools bereitstellen: Mitarbeiter würden am meisten von virtuellen KI-Assistenten (90%) profitieren. Danach folgen Tools mit Künstlicher Intelligenz zur Automatisierung (86%), Kommunikation (90%), generative KI-Tools (85%) und KI-Chat-/Messaging-Assistenten für die Kommunikation mit Kunden (76%).
- Richtlinien und Schulungen verbessern: 43% der IT-Leiter berichten von einer unternehmensweiten KI-Richtlinie. Sowohl Mitarbeitende (75%) als auch IT-Führungskräfte (72%) fordern bessere Anleitungen für den ordnungsgemässen KI-Einsatz. 88% der Mitarbeiter sehen Schulungsdefizite bei der KI-Nutzung.
- Perspektiven angleichen: Die Umfrage zeigt Diskrepanzen zwischen IT-Führungskräften und Mitarbeitern bei KI-Einsatz, Praktikabilität und Zuverlässigkeit. Unternehmen, die diese Unterschiede beheben, können die KI-Vorteile optimal nutzen.
Die wenigsten Arbeitnehmenden schöpfen volles Potenzial von KI aus