Die Young Adult Survey (Yass) Befragungen zeigten über alle drei Erhebungszeitpunkte hinweg, dass drei Viertel der jungen Erwachsenen zufrieden mit ihrem Leben zu sein scheinen. Dies sei erfreulich, doch sollte «möglichen Schmerzstellen» besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, warnen die Umfrageverfasser. Zum Beispiel steige bei den jungen Männern die Anzahl derer, die keinen Bildungsabschluss hätten. Zudem hätten junge Frauen mehr negative Gefühle als Männer.
Bildung und Zufriedenheit hängen zusammen
Der Anteil junger Erwachsener mit Suizidgedanken habe in den letzten Jahren zugenommen, hiess es an der Medienkonferenz zur Präsentation des nationalen Monitorings der Yass. Demnach verdoppelte sich der Anteil der Jungen mit Suizidgedanken bei der Befragung von 100000 19-Jährigen fast von 11% (2014/15) auf 20% (2018/19). Risikofaktoren für die psychische Belastung seien Brüche in der Bildungskarriere sowie ein niedriger Bildungsabschluss, Bildung korreliere somit der Lebenszufriedenheit der jungen Erwachsenen.
Der Überblick über die Daten der vergangenen Dekade zeigt, dass die Stabilität bei den Kernindikatoren für die Befindlichkeit der jungen Schweizer Erwachsenen jedoch überwiegt, wie es weiter hiess.
Weniger Sport
Was den gesunden Lebensstil betrifft, zeigt die Befragung eine durchzogene Bilanz. Zwar werde weniger geraucht (2010/11: 25%; 2018/19: 17%). Zugenommen hat dafür der exzessive Alkoholkonsum (2010/11: 10%; 2018/19: 17%). Auch sportliche Aktivitäten nahmen bei den Befragten um 10 auf 74%(2018/19) ab.
Das politische Interesse blieb im untersuchten Zeitraum recht stabil bei 44 nach 46%. Die Selbsteinschätzung der politischen Partizipation lag bei 64%. Bei der selbstdeklarierten politischen Ausrichtung gab es eine Verschiebung hin zur politischen Mitte beziehungsweise links. Abgenommen haben Fremdenfeindlichkeit (2010/11: 45%; 2018/19: 29%) und Homophobie (2010/11 30%; 2014/2015: 21%). (sda)
Psychische Belastung bei Jungen zugenommen