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Zahl der IV-Eingliederungsmassnahmen steigt weiter an

Die Zahl der Personen in beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Die häufigste Ursache für eine Invalidität waren auch 2025 psychische Krankheiten, insbesondere bei jungen Menschen.

27.07.2026
Lesezeit: 1 min
iStock / scaliger

Rund 61000 Menschen nahmen an den beruflichen Eingliederungsmassnahmen teil, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mitteilt. Dies seien 3300 mehr als 2024 und mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2008. Die Kosten dafür beliefen sich 2025 auf 979 Mio. Franken und stiegen gegenüber dem Vorjahr (892 Millionen) demnach um fast 10%. Zusätzlich erhielten 37000 Personen Taggelder in einer Gesamthöhe von 780 Mio. Franken.

Psychische Krankheiten häufigste Invaliditätsursache

Die häufigste Ursache für eine Invalidität seien auch 2025 psychische Krankheiten gewesen. Sie machten 55% der Fälle bei den Beziehenden von Eingliederungsmassnahmen aus. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen betrage dieser Anteil sogar 64%. Dahinter folgten Krankheiten der Knochen und Bewegungsorgane mit 14%, Geburtsgebrechen mit 12% und Unfälle mit 8%.

Auch die Neuanmeldungen seien bei der IV angestiegen. 2024 meldeten sich 64000 Personen für eine berufliche Integration oder eine Rente an, wie es weiter hiess. Seit 2008 entspreche das einer Zunahme von fast 59%. Besonders stark seien die Anmeldungen bei den unter 35-Jährigen gestiegen; dort hätten sie sich seit 2008 mehr als verdoppelt.

Dossier zum Thema

In Penso 4/26 ist ein Dossier dem Thema «IV bei psychischen Erkrankungen» gewidmet. Darin erfahren Sie, warum psychische Krankheiten als Invaliditätsursache weiterhin zunehmen, welche Eingliederungsmassnahmen die IV-Stellen bieten und wie wichtig es ist, dass Arbeitgebende Mitarbeitenden mit psychischen Krankheiten besondere Aufmerksamkeit schenken.

Dossier IV bei psychischen Erkrankungen

Erfolgsquoten leicht verbessert

Im vergangenen Jahr schlossen über 41000 Personen einen beruflichen Eingliederungsprozess ab. Davon fanden rund 19200 Personen, also 47%, eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt. Weitere 17% galten als wieder erwerbsfähig, waren aber noch ohne Stelle. Bei rund 14900 Personen, also 34%, war eine Eingliederung aus verschiedenen Gründen noch nicht oder nicht möglich. Diese Ergebnisse waren laut BSV leicht besser als im Vorjahr.

Eine Auswertung der Situation ein Jahr nach Abschluss der Massnahmen zeige ebenfalls eine positive Entwicklung, hiess es weiter. Von den rund 23000 Personen, die den Prozess 2023 beendeten, erzielten ein Jahr später 13600 Personen, also 58%, ein Einkommen ohne Rentenbezug. 
Die Invalidenversicherung verfolgt den Grundsatz «Eingliederung vor Rente». Dieser Fokus wurde durch Gesetzesrevisionen in den Jahren 2008, 2012 und 2022 gestärkt.

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