Neues Aargauer Parlament erhöht Familienzulagen nur noch leicht

Mittwoch, 05. März 2025
Der Kanton Aargau wird die Familienzulagen nun doch nicht um 25 Franken erhöhen: Der neu zusammengesetzte Grosse Rat hat - anders als im Juni 2024 in der ersten Beratung - eine moderate Erhöhung um 10 Franken beschlossen.

Der Meinungsumschwung war unter anderem auf einen Entscheid des Bundesrats zurückzuführen: Dieser hat zwischenzeitlich die minimale Kinderzulage von monatlich 200 auf 215 Franken und die Ausbildungszulage von 250 auf 268 Franken angehoben.

Zudem hatte der Grosse Rat die Regierung in der erste Beratung damit beauftragt, die finanziellen Auswirkungen auf die Aargauer Wirtschaft aufzuzeigen. Demnach würden die Kosten bei 25 Franken höheren Zulagen für alle Arbeitgebende und Selbstständige um knapp 39 Mio. Franken oder um 12% steigen.

Bürgerliche setzen sich durch

Deshalb sprachen sich SVP/EDU, FDP und Mitte nun mit 86 Stimmen dafür aus, dass die Familienzulagen nicht mehr um 25 Franken, sondern nur um 10 Franken erhöht werden. Die Zulagen würden damit neu über dem Minimum liegen und der Kanton Aargau damit nicht mehr das Schlusslicht bilden, brachte die SVP vor. Eine solche Erhöhung sei tragbar.

SP, GLP, Grüne und EVP setzten sich für die ursprünglich vorgesehene Anhebung um 25 Franken über das Minimum hinaus ein. Andernfalls werde die Botschaft ausgesendet, dass Familien im Kanton Aargau nicht willkommen seien, kritisierte die SP. Dabei seien Familien gute Konsumenten und würden zur Entlastung der Wirtschaft viel Care-Arbeit leisten. (sda)

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