
KMU haben sich 2021 erholt
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten die Schweizer Wirtschaft am Leben. Im Jahr 2021 beschäftigten die KMU rund 3.1 Millionen Menschen. Gegenüber 2020 sind dies 64000 Stellen mehr.
Mit dem Programm werden die Teilnehmenden während eines Jahrs praktisch und schulisch auf eine berufliche Grundbildung vorbereitet. Das Ziel ist, dass sie anschliessend eine duale Ausbildung machen können, entweder eine EBA (zweijährige Lehre mit eidgenössischem Berufsattest) oder eine drei- oder vierjährige EFZ-Lehre (mit eidg. Fähigkeitszeugnis). Eine solche berufliche Grundbildung verspricht eine nachhaltige berufliche Integration – und auch den Zugang zu höherer Berufsbildung. Damit will der Bundesrat das Potenzial dieser Arbeitskräfte besser ausschöpfen und das Risiko senken, dass sie der Sozialhilfe zur Last fallen.
Die INVOL richtet sich an Geflüchtete und andere Zugewanderte ohne Berufsabschluss. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, die Erfahrung zeigt aber, dass vor allem Personen zwischen 18 und 30 Jahren teilnehmen. Viele bringen Arbeitserfahrung und Potenzial mit. In der Schweiz ist es aber sehr aufwendig, diese Qualifikationen anerkennen zu lassen. Oft haben die Teilnehmenden auch schulische Lücken, etwa bei den Sprachkenntnissen und anderen berufsrelevanten Grundkompetenzen. In der INVOL können die Teilnehmenden
diese Lücken schliessen.
Das Pilotprogramm INVOL wurde 2018 vom Bund lanciert, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den federführenden kantonalen Berufsbildungsbehörden und der Wirtschaft (Berufs- und Branchenverbände, sog. Organisationen der Arbeitswelt).
Aufgrund des vielversprechenden Starts und gestützt auf die Motion 21.3964, die in der Wintersession 2021 vom Parlament angenommen wurde, erarbeitet das SEM bis Ende 2022 ein Konzept für eine Verstetigung des Programms, das heisst, die INVOL wird (über 2024 hinaus) als Dauerangebot weitergeführt.
In den ersten drei Jahren haben in 18 teilnehmenden Kantonen über 2400 Geflüchtete und Zugewanderte teilgenommen. Rund zwei Drittel von ihnen haben nach der INVOL einen
Anschluss in eine Berufslehre gefunden. Das ist ein erfreulicher Wert.
Die Gründe sind vielfältig, ich würde aber nicht von Abbruch sprechen. Ein kleiner Teil findet direkt einen Arbeitseinstieg. Andere wechseln in ein schulisches Programm. Die Vertragsauflösungsquote bei der INVOL liegt zwischen 15 und 20%. Diese Quote ist vergleichbar mit der beruflichen Grundbildung, beispielsweise in einer EBA-Lehre. Private, betriebsinterne Themen oder dass das Matching nicht passt, sind weitere Gründe. Man muss natürlich auch sehen: Für eine junge Person ist eine Lehre eine lange Perspektive, die viel Durchhaltewillen erfordert – sich aber längerfristig auszahlt. Das braucht viel Informations- und Sensibilisierungsarbeit in der Begleitung der Teilnehmenden. Oft wäre die Alternative eine unqualifizierte Arbeit in prekären Verhältnissen.
Die INVOL ist als Programm für Personen aus dem Asylbereich gestartet. In den ersten zwei Jahren waren dies vor allem Personen aus Afghanistan, Eritrea und Syrien. Seit Sommer 2021 steht das Programm auch anderen Migrantinnen und Migranten aus EU/EFTA und Drittstaaten offen, die einen Ausbildungsbedarf (also keinen Sek-II-Abschluss) haben.
Der Anteil an Männern überwiegt. Der Frauenanteil bewegt sich zwischen 15 und 30%, hat über die Umsetzungsjahre aber zugenommen. Dies ist erfreulich. Neu gibt es beispielsweise
im Kanton Bern ein Pilotprojekt für eine Teilzeit-INVOL im Bereich Detailhandel, was Personen mit Betreuungspflichten entgegenkommt. Dort ist aber wichtig, dass im Anschluss auch eine Lehre in Teilzeit möglich ist. Daher reicht es nicht, wenn es nur bei der INVOL Teilzeitangebote gibt, da muss sich auch die Berufsbildung bewegen.
Das Angebot ist sehr breit. Die Top-Fünf-Berufsfelder aus den ersten Umsetzungsjahren sind Hotellerie/Gastronomie, Detailhandel, Logistik, Baugewerbe sowie Gesundheit und Soziales. Laufend kommen neue Berufsfelder dazu, beispielsweise im KV-Bereich. Das Angebot hängt primär von den Plätzen in den Betrieben ab, es ist also letztlich eine Frage von Angebot und Nachfrage. Die Umsetzung erfolgt vor Ort durch die interessierten kantonalen Berufsbildungsämter und die Wirtschaft. Sie alle haben ein Interesse daran, das Potenzial dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen besser auszuschöpfen.
Seitens Bund machen wir keine spezifischen Vorgaben. In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich die Entschädigung in der Regel am Lohn in der Berufslehre orientiert, beispielsweise 80% des Erstlehrjahrlohns.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten die Schweizer Wirtschaft am Leben. Im Jahr 2021 beschäftigten die KMU rund 3.1 Millionen Menschen. Gegenüber 2020 sind dies 64000 Stellen mehr.
Fast alle Arbeitgeber glauben, dass Frauen in ihrem Unternehmen dieselben Aufstiegschancen haben wie Männer. Dabei sagen alle Zahlen das Gegenteil. Woher dieser Irrglaube stammt und was es zu tun gibt.
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